Freiwilligendienst im Senegal

Samstag, 05.01.2013 Weihnachten und das neue Jahr

Richtig weihnachtliches Gefuehl ist zwar nicht aufgekommen in einem Land indem die meisten Menschen Muslime sind und die Weihnachtszeit fuer sie also eine Zeit wie jede andere ist, aber trotzdem haben Jana und ich uns bemueht etwas festliche Stimmung aufkommen zu lassen. Am Nachmittag des 24. haben wir fuer die ganze Familie eine Riesenportion Kartoffelsalat gekocht (in Deutschland ein einfaches Essen aber hier verhaeltnismaessig teuer und aufwendig) der auch von Allen sehr gelobt und genossen wurde. Dannach sind wir das erste Mal seit wir hier sind in die Kirche gegangen um der Mitternachtsmesse beizuwohnen. Der Gottesdienst war sehr schoen und in vielen Teilen auch sehr unterschiedlich als man es aus deutschen Kirchen gewohnt ist. So wurde beispielsweise unheimlich viel gesungen und auch die Lieder die der Gospelchor einstudiert hatte waren ganz anders als unsere Kirchenlieder. Jedes einzelne wurde von Trommeln und Tanzschritten begleitet und durch die froehlichen Melodien und die Stimmgewalt der Saenger wurde eine heitere und festliche Stimmung erzeugt. Wie auch bei uns wurde die Weihnachtsgeschichte vorgelesen allerdings nicht nur auf franzoesisch sondern auch auf Karolinke, der lokalen Sprache Kafountines und der umliegenden Inseln. Im Anschluss wurden die neugeborenen Kinder der Gemeinde getauft und in der Gemeinschaft willkommen geheissen. Nach der Messe sind wir dann noch mit unseren zahlreichen Bruedern auf ein Konzert im Nachbarort gefahren um dort den Abend gebuehrend weiterzufeiern. Mein Weihnachtsfest hier war also wenn auch nicht sehr besinnlich so doch sehr sehr schoen und sicher unvergesslich.

Auch Sylvester und das neue Jahr habe ich hier natuerlich gefeiert. Der 31. Dezember ist auch hier ein wichtiger Tag und der Grossteil der Jugendlichen Kafountines und der naeheren Umgebung hat in Abene, einem kleinen Dorf, am Strand das neue Jahr begruesst. Schon die Woche vorher hatte in Abene das alljaehriche ‚fedtivalo de Abene‘ , ein Floklorefestival, angefangen das sich jetzt am Strand fortsetzte. Nachdem Alle von dem eigentlichen Festivalgelaende zum Ort der Feier gepilgert waren haben wir dort am Strand gemeinsam auf das neue Jahr gewartet. Puenktlich um 12 wurde ein grosses Lagerfeuer entzuendet und alle haben sich nach senegalesischer Manier ein frohes neues Jahr voller Frieden Gesundheit, (Kinder-) Reichtum und generellem Erfolg gewuenscht. Dannach habe ich mit meinen Freunden zu afrikanischen Trommeln und Balach (die typische senegalesische Musik) bis in die Morgenstunden getanzt.

Nachdem das neue Jahr also so gut angefangen hatte und ich die freien Tage in vollen Zuegen genossen hatte, habe ich mich auch schon wieder auf den Schulanfang gefreut. Puenktlich um 8 war ich dann auch am Morgen des 2. Januars in der Schule allerdings war ich zunaechst fast die Einzige. Mit dem einzigen Lehrer der auch anwesend war habe ich dann also erstmal abgewartet ob nicht doch noch einige Schueler und Lehrer kommen. So gegen halb 9 trudelten dann auch die Ersten ein und ich konnte anfangen mit den 6 Schuelern aus meiner normalerweise 60-Mann starken Klasse Unterricht zu machen. Die haben mir dann auch erklaert warum noch so wenige anwesend waren. Neben den normalen Anlaufschwierigkeiten nach den Ferien (im Sommer hatte es ja immerhin ueber einen Monat gedauert bis die Schule tatsaechlich anfing) fand auch der alljaehrliche ‚magale de Tuba‘ statt, einer Pilgerfahrt zu der viele Senegalesen aufbrechen um fuer das neue Jahr zu beten. Bis zum Freitag kamen also immer mehr Schueler und auch die Lehrer kamen langsam von ihren Familienbesuchen und Reisen zurueck. Jetzt kann ich also darauf hoffen das am Montag die Schule wie gewohnt weitergeht und auch alle meine Klassen wieder vollstaendig sind.

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Dienstag, 11.12.2012 Das Lycee de Kafountine

Einen Monat unterrichte ich jetzt schon an der CEM Kafountine aber nicht zuletzt wegen Problemen mit meinem Laptop oder mangelnder Internetverbindung bin ich noch immer nicht dazu gekommen davon zu berichten.

Schon an meinem ersten Tag am Lycee (über einen Monat nach offiziellem Schulbeginn!) wurde mir schnell bewusst dass die Lehrer hier voellig unterschiedliche Erwartungen an mich haben. Während manche davon ausgingen ich wuerde zwar erstmal mit ihnen zusammen den Unterricht besuchen, dann aber auch schnell die eine oder andere Klasse übernehmen war für andere ganz klar dass ich  zwar hier und da mal eine Stunde oder eine Grammatiklektion vorbereiten koennte aber auf keinen Fall als unausgebildete Lehrerin die Verantwortung fuer eine ganze Klasse uebernehmen. Das hat sich auch nicht geaendert als ich tatsächlich angefangen habe mit den Lehrern in den Unterricht zu gehen.

Da der Deutschlehrer zu Beginn des Schuljahrs noch nicht da war mache ich auch im Moment noch vor Allem Spanischunterricht mit den beiden Spanischlehrern der Schule. Meine meisten Stunden habe ich mit Ibrahima Cissé, von seinen Schuelern nur liebevoll Che Guevara genannt, der schonmal gerne unvorbereitet zum Unterricht kommt und mich dann spontan die Stunde uebernehmen laesst. Als ich das erstemal in so einer Situation war und meinte ich koenne nicht einfach so unvorbereitet eine spanische Grammatiklektion auf französisch erklären meinte er nur: Nagut dann schicken wir die Schueler eben nach Hause. So vor die Wahl gestellt habe ich mich dann doch dazu entschlossen lieber unvorbereitet Unterricht zu machen als garkeinen und bin dazu uebergegangen immer irgendwelche Aufgaben dabeizuhaben um auf solche Ueberraschungen vorbereitet zu sein.

Mit meiner anderen Spanischlehrerin, Ginette Sambou, klappt die Arbeit jedoch sehr gut, sie ist immer vorbereitet und spricht sich in allen Dingen die ich fuer sie uebernehmen soll sehr gut mit mir ab. Auch ihre Klassen habe ich schon alleine unterrichtet, allerdings nur wenn sie krank war oder verreist.

Der Unterricht hier laeuft sehr anders ab als ich es aus Deutschland gewoehnt bin. Schon allein die Tatsache das die Klassen oft sehr gross sind ( bis zu 50 Schuelern ist eine voellig normale Groesse) und es kaum Schulbuecher gibt erschwert das Unterrichten enorm. Auf einzelne Schueler und spezielle Probleme einzugehen ist so viel zu oft nicht moeglich. Gerade unter diesen Umstaenden ueberrascht mich immer wieder die Disziplin der Schueler hier: Kaum einer redet im Unterricht, isst zwischendurch oder stoert sonst irgendwie. Das groesste Problem sind die Schueler die garnichts sagen und so in den grossen Klassen einfach untergehen.

Anders als in Deutschland ist hier also Unterricht mit verschiedenen Medien oder richtig interaktiver Unterricht nicht möglich. Stattdessen findet eigentlich nur Frontalunterricht statt und das einzige Medium das genutzt werden kann ist die Tafel.

Trotzdem macht mir das Unterrichten sehr viel Spaß und ich bin froh dass die Schule hier endlich angefangen hat. Zwar waren die Tage mit meinen Brüdern am Strand auch sehr schön aber ein bisschen Struktur und das Wissen etwas zu tun zu haben tun mir auch sehr gut.

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Sonntag, 28.10.2012 Tabaski- la fête du mouton

Dieses Wochenende war es Endlich soweit: Das Fest auf das sich schon seit unserer Ankunft Alle vorbereitet hatten, die Tabaski, wurde hier am Freitag und Samstag feierlich begangen. Schon im Mbour hatten Jana, Fatou und ich  für uns und zahlreiche Familienmitglieder festliche afrikanische Kleider schneidern lassen und hier in Kafountine ging die Vorbereitung dann weiter: Alle Mädchen und Frauen der Familie haben sich feierlich flechten lassen, Garten und Hof wurden ordentlich hergerichtet und am Abend vor dem großen Fest wurde schließlich das gesamte Essen für das zweitägige Festmahl auf dem Markt besorgt.

La tabasci oder auch 'la fête du mouton' ist das Opferfest der Muslime und hier der wichtigste Termin im ganzen Jahr. Zu diesem Zweck hatte auch meine Familie ein Schaf erstanden, dass dann vom Ältesten, im Falle der Familie Diabang von Papa Basirou, am Freitagmorgen umgebracht wurde. Zunächst machten sich am Morgen aber alle Männer der Familie in ihren festlichen farbenfrohen Gewändern auf zur großen Moschee im Dorf um dort zu beten. Erst dannach ging es den Schafen wortwörtlich an die Kehle. Im Garten wurden zwei Kuhlen gegraben, eine für das Schaf unserer Familie und eine für das Schaf meiner Tante, über die dann die Köpfe der Tiere gehalten wurden sodass Papa Basirou mit einem sicheren Schnitt die Kehle der Schafe durchschneiden konnte. Ganz angeguckt habe ich mir die Prozedur allerdings nicht. Nach dem Schlachten wurde das Tier dann an einem Baum im Garten aufgehangen und von den Männern der Familie ausgenommen. Die Frauen machten sich währenddessen schon daran das Essen vorzubereiten. Sowieso ist das der wesentliche Teil der Tabaski: Man isst viel und vor Allem auch andere Dinge als im Alltag. Besteht das Essen sonst auptsächlich aus Reis Gemüse und Fisch in verschiedenen Variationen wird an diesen beiden Tagen Kouskous, Nudeln und vor Allem sehr sehr viel Schafsfleisch gegessen. Am Nachmittag haben Jana Fatou und ich uns dann zusammen mit den anderen Frauen in unseren festlichen Gewändern aufgemacht um die verschiedenen Mitglieder der Familie in ganz Kafountine zu besuchen und auch um sich im Dorf ein wenig sehen zu lassen. Am nächsten Tag ging das Fest dann ganz ähnlich weiter nur das diesmal kein Schaf mehr geschalchtet wurde was auch wirklich nicht nötig war denn es war noch genug Fleisch von Vortag da. Am Abend war ich dann mit meinen Brüdern im 'Chez Pablo', einem der Discos hier, indem sich anscheinend die gesamte Kafountiner Jugend versammelt hatte. Da habe ich dann also zu Raggae und senegalesischem 'Balach' die Nacht durchgetanzt. Morgen besuchen wir dann hoffentlich den Schulleiter dann kann ich das nächste Mal vielleicht schon ein bisschen von meiner Arbeit erzählen.

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Samstag, 06.10.2012 Kafountine

Dienstagabend bin ich nach einer langen, anstrengenden Busfahrt endlich in Kafountine angekommen. Um 10 Uhr abends haben wir uns am Montag zur Bushaltestelle aufgemacht, wo dann zwei Stunden später tatsächlich der Bus kam der uns durch den ganzen Senegal und durch Gambia bis in die Casamance bringen sollte. Während der Nacht konnten wir dann auch noch einigermaßen gut schlafen aber als wir morgens um 7 an der gambischen Grenze ankamen war es damit erstmal vorbei. Unser Fahrer hatte erfolglos versucht Jana und mich hinter geschlossenen Vorhängen zu verstecken und bis wir endlich (dank Fatou auch ohne zu bezahlen) über die Grenze durften, mussten wir mehrere Diskussionen mit gambischen und senegalesischen Polizisten hinter uns bringen. Von der Grenze aus ging es dann weiter unter der langsam unerträglich heiß werdenden gambischen Sonne. Nach kurzer Zeit mussten wir allerdings wieder anhalten, diesmal um über den Fluss nach Banjul überzusetzen. Was vorher als kurzer Halt angekündigt wurde stellte sich schließlich als eine 5-stündige Pause heraus und als unser Schiff endlich kam waren wir alle von der Hitze schon völlig erschlagen. Einmal in Banjul angekommen ging es dann aber relativ schnell über die senegalesische Grenze hinein in die Casamace. Schon auf der ganzen Fahrt konnten wir die langsam immer grüner werdende Landschaft bewundern und als wir uns dann langsam unserem Reiseziehl näherten, stellten wir fest, dass die Leute in Mbour nicht ganz Unrecht gehabt hatten wenn sie uns die Casamance im Allgemeinen und Kafountline im Speziellen als Paradies beschrieben hatten. Nach den stabigen, roten Straßen der Städte im Norden ist die grüne und fruchtbare Landschaft im Süden eine willkommene Abwechslung.Als wir dann am Dienstagabend schließlich in Kafountine ankamen wurden wir von einem großen Teil der Diabang-Familie (Ich kenne noch lange nicht alle Mitglieder der 'famille elastique') freundlich und fröhlich empfangen. Seitdem verbringe ich meine Tage damit mit Fatou und Jana durchs Dorf und über den Markt zu laufen, mit den Jungs der Familie Tee zu kochen oder der Mannschaft meines Viertels beim Fußball zuzujubeln.Obwohl mir Mbour und die Familie von Aissatou sicher auch fehlen werden, bin ich doch froh jetzt hier in Kafountine zu sein. Die ersten beiden Wochen in diesem mitunter doch sehr fremden Land waren manchmal ganzschön schwierig und anstrengend. Hier in Kafountine habe ich das Gefühl mich viel freier und entspannter bewegen zu können als in Mbour, wo sich mein Leben eigentlich nur auf das Haus der Familie beschränkt hat und wo es oft schwierig war sich zurechtzuinden. Eigentlich sollte hier auch gestern die Schule anfangen (das hat zumindest das Ministerium für Bildung so entschieden) aber meine Gastgeschwister meinen wir sollten nicht vor Ende Oktober Damit rechnen das die Schule tatsächlich losgeht. Montag gehen Jana und ich erstmal zum Schulleiter um zu klären wann wir denn nun wo und wie arbeiten werden, dann kann ich euch mehr berichten.

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Freitag, 21.09.2012 kayleen nyu angne-kommt essen

Das Essen hier ist großartig! :) Bisher haben wir eigentlich immer Reis mit diversen Beilagen gegessen: Fisch, Rindfleisch, Kartoffeln, ...wenn alles fertig gekocht ist wird es in eine große Schüssel gefüllt um die sich alle versammeln.Als Gäste kriegen wir immer die größten Stücke von allem zugeschoben und werden mit einem fröhlichen 'mange' von der Seite zum weiteressen aufgefordert.Am Dienstag sollten wir dann lernen senegalesisch zu kochen und haben den ganzen Vormittag damit zugebracht Fische auszunehmen, Zwiebeln zu schneiden und Reis zu kochen um eine echte griade de poisson zuzubereiten.Mit viel Hilfe haben wir es dann auch tatsächlich geschafft ein leckeres Mittagessen zu kochen. Seitdem versuchen wir uns immer wieder daran und es macht großen Spaß ist aber auch ganzschön anstrengend. Gekocht wird nähmlich im Hof über offenem Feuer und für die ganze Familie müssen auch gannzschöne Mengen zubereitet werden.Mittwochabend waren wir von einer Mandeng-Familie die wir am Sonntag kennengelernt hatten zu einer Zeremonie eigeladen. Das Ganze war eigentlich ein großes Fest mit afrikanischen Trommeln und viel Tanz das zu Ehren zweier kleiner Jungen der Familie abgehalten wurde. Das hatte auch irgendwie mit dem Kankouran zu tun der am Sonntg durch die Straßen getanzt war aber wie das zusammenhängt konnten wir noch nicht rauskriegen. Die Kleinen waren auch schon auf den Armen ihrer Mütter eingeschlafen bevor das Fest überhaupt richtig losging. Als es dann ans Tanzen ging mussten Jana und ich das natürlich auch versuchen was wohl zur allgemeinen Erheiterung beigetragen hat. Zumindest wurden wir am nächsten Tag auf dem Markt direkt als 'die Weißen die gestern so lustig getanzt haben' erkannt. Unsere Haare sind schon seit dem zweiten Tag nach afriknischer Art geflochten und auch wenn es ein bisschen komisch aussieht ist es einfach wahnsinnig praktisch. Unsere ersten Worte Wolof haben wir auch schon gelernt und was die senegalesischen Tänze angeht tuen wir unser Bestes. Heute wurden wir dann schließlich vollständig 'senegalsiert' und sind mit Aissatu und Fatou auf dem Markt gewesen um Klamotten und Stoffe zu kaufen. Dabei ist mir mal wieder klargeworden wie verloren ich hier ohne meine Gastfamilie wäre. Die einfachsten Sachen wie einzukaufen oder sich fortzubewegen sind hier so anders geregelt als ich es kenne dass ich mit Sicherheit große Schwierigkeiten hätte mich alleine zurechtzufinden. 

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Montag, 17.09.2012 Gut angekommen

Seit 4 Tagen sind Jana und ich jetzt im Senegal aber bei Allem was ich seitdem gesehen und erlebt hab kommt es mir schon sehr viel länger vor. Um Mitternacht sind wir am 13. September am Flughafen Leopold Sedar Senghor in Dakar angekommen wo wir von unserer Gastschwester Fatou herzlich empfangen wurden. 

Schon auf der Taxifahrt zum Haus ihrer Großcousine wurde mir klar dass ich bei dem Versuch zu beschreiben was ich hier erlebe, sodass es für jemanden verständlich ist der nie im Senegal gewesen ist, wohl an meine Grenzen stoßen werde. Mein Blick auf die Dinge hier hat sich schon in den letzten Tagen sehr verändert und wird es mit Sicherheit in Zukunft auch noch tun also kommt hier nur eine mitunter sehr subjektive Beschreibung der vielen Eindrücke die im Senegal auf mich einstürmen.

 Die erste Nacht verbrachten wir in Dakar, allerdings waren wir von der Reise und der erdrückenden schwülen Hitze so erschöpft, dass wir sofort eingeschlafen sind. Am nächsten Morgen ging es dann von Dakar direkt weiter nach Mbour, wo Fatous Tante wohnt und wo auch Jana und ich bis Anfang Oktober wohnen werden. Erst dann geht es, pünktlich zu Schulbeginn, runter in die Casamance, nach Kafountine. In Mbour wurden wir vor Allem von den Kindern stürmisch begrüßt, die uns auch dierekt am ersten Tag diverse senegalesische Tänze und Klatschspiele beigebracht haben. Bei den Tänzen stellen wir uns wohl noch etwas ungeschickt an zumindest bringt es die Kinder jedesmal zum Lachen wenn wir damit anfangen. Gestern haben wir uns dann auch mal revanchiert und mit den Mädchen zu Seeed und anderer deutscher Musik getanzt. Vorher waren wir allerdings noch in der Stadt wo wir den Kankouran, den roten Geist, bewundern konnten der im September jeden Sonntag durch die Straßen Mbours tanzt. Hier kann man ihm auch dabei zugucken allerdings nur aus sicherer Entfernung, da er von Männern mit Stöcken und Peitschen begleitet wird, die die Menge von ihm fernhalten. Kommen die einem zu nahe muss man schnell weglaufen und zur Not auch ins nächstgelegene Haus flüchten. Das Ganze hat was von einem riesigen Fangenspiel und macht wahnsinnig viel Spaß.

Bevor mein Computer wieder abstürzt beende ich hier meinen ersten Blogeintrag aber ich verspreche es kommen bald mehr Neuigkeiten aus Mbour in dem ich mich mit jedem Tag ein bisschen mehr zu Hause fühle.

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Montag, 23.07.2012 Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.

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